Rosa Stangerl - Glockenbachmaibaum München


 
Integrationsmaibaum am Karl Heinrich Ullrichs Platz München

Soziale und kulturelle Einrichtungen im Viertel gestalten den Glockenbach-Maibaum.

Unser Rosa Stangerl ist bunt, ins Leben gerufen wurde er 2008 hatte es doch das Schwule Kommunikations- und Kulturzentrum München (Sub) in der Müllerstraße gewagt, den wohl ersten "schwulen" Maibaum Deutschlands am Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz in München aufzustellen.

Aus persönlichen Gründen übergab Sub e.V. 2011 den Maibaum an eine Szene-Agentur ab.
Die Agentur wiederrum übergab das Rosa Stangerl im April 2016 einen langjährigen Ehrenamtler, der ein Aussterben des Maibaums keinesfalls akzeptieren konnte.
2016 musste das beliebte Maibaumfest aufgrund der zu kurzfristigen Übernahme entfallen.
Die Planungen für das neue Maibaumfest am 01.05.2017 sind im vollen Gange.
Also gleich den Termin vormerken: 01.05.2017 Karl-Heinrich-Ullrichs-Platz München

Die neuen Motive werden am 1. Mai enthüllt bei einem großen Fest, zu dem jeder eingeladen ist. Das Programm gestalten Musikgruppen aus Bayern und der Welt: von der Feldmochinger Dorfmusik (bekannt vom Wiesn-Karussell Krinoline).

"Der Maibaum spiegelt die Vielfalt des zweiten Stadtbezirks wider", meint der neue Veranstalter Baumgartner. "Das Miteinander der verschiedenen Menschen und Gruppen macht die Lebensqualität der Isarvorstadt aus." So außert sich der Holzbildhauer und Restaurator Rainer Maria Strixner, dessen Atelier sich in Sichtweite des Maibaums befindet. Für den Glockenbachmaibaum gestaltet er jährlich alle Maibaumtafeln.

Trotz des Aufruhrs, den der homosexuell angehauchte Glockenbachmaibaum in den vergangenen Jahren verursacht hat - für Michael Ritter, wissenschaftlicher Mitarbeiter für Brauch beim Bayerischen Landesverein für Heimatpflege, ist er "kein Bruch mit der Tradition". Im Gegenteil, er erfülle die "ureigenste Funktion" des Maibaums: geschält, oben begrünt und mit Tafeln öffentlicher Einrichtungen. Der Maibaum, übrigens kein spezifisch bayerisches Phänomen seit Anfang des 19. Jahrhundert, sondern in ganz Europa zu finden, sei ein Symbol für die Dorfgemeinschaft oder in dem Fall das Stadtviertel, und stehe für Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit. Ritter gefällt beim Glockenbachbaum der Bezug auf die "heutige Realität und die tatsächlichen kulturellen Zusammenhänge", statt auf "heile Welt". Beeindruckend findet der Heimatpfleger, "wie eine Gemeinschaft wie das Glockenbachviertel mit ihrem Baum jedes Jahr so viel Mühe und Kreativität an den Tag legt".

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Integrationsmaibaum & Rosa Stangerl am Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz München
Am Glockenbach 14
Veranstalter P. Baumgartner